1&1: WLAN kostenlos!

Habe soeben mit 1&1 telefoniert und dachte, die Erkenntnisse wären zum Beispiel (aber natürlich nicht nur) für ältere Mitbürger ganz interessant. Denn weiß Gott, die machen es einem nicht leicht. Hier eine Zusammenfassung der unterirdischen Webseite und meines Gesprächs…

Also: Ich war bereits Kunde, aber wenn ich Spiele für die Playstation runterlade, fällt die Geschwindigkeit von 16 MBit doch unangenehm auf. Zumal das jetzt 30 Euro kosten sollte und nach 100 Gigabyte gedrosselt wird. Jaja, ich weiß. Aber ich bin halt faul. Zumal ich von der Drosselung nichts gemerkt habe und die 19€ ok fand. Aber für das Geld bekommt man mittlerweile natürlich DEUTLICH mehr.

So, 50-MBit-Leitung + Festnetz-Flat kosten laut Homepage 17€, das klingt doch schon viel besser. Zumal die Upload-Geschwindigkeit mit 10 MBit sehr ordentlich ist. Skype und Online-Gaming ist so natürlich ein Traum. Aber man muss sich für zwei Jahre an 1&1 binden, das zweite Jahr kostet 32€. Also kostet das Ganze unterm Strich 24,50€ pro Monat. Warum nach wie vor BWLer eingestellt werden, die sich solche kundenverwirrende Konstrukte überlegen, naja… Doch den Preis finde ich annehmbar, darf aber auch nicht mehr sein.

Achja: Für einmalig 9,90€ (bei Rufnummernmitnahme 0€*) bekomme ich optional noch eine kleine Handy-Flat dazu: 0€ ins Festnetz (das finde ich richtig gut), happige 9,9 Cent zu Handys (teuer als Prepaid!), Internet = 100 MB mit max. 7200 KBit, danach max. 64 KBit. Da 7,2 MBit ungefähr 0,9 Megabyte pro Sekunde entsprechen, hat man also nach geschätzten zwei Minuten YouTube die 100 MB aufgebraucht und befindet sich wieder in der Internet-Steinzeit. Für WhatsApp reicht das aber, Google-Karten kann man offline nutzen – für mich wäre das ok. Was aber an Betrug grenzt, ist der Preis für eine einzige, schnöde SMS: 19,9 Cent!

*Nicht vergessen: Die Rufnummernmitnahme ist bei nahezu allen Providern kostenlos, wenn man dorthin wechselt. Doch der aktuelle Provider lässt sich das mit 20-30€ bezahlen!

Anruf. Herr Stacheck oder so. DSL50 findet er auch eine gute Wahl, natürlich benutzt er das privat auch (ja, nee, klar). Mehr brauch‘ kein Mensch, sagt er. Aber er würde mir doch zur „xyz Doppelflat“ raten. Da wären die Domaíns (die ich geschaltet habe) inkludiert. Ich: Nee, wg. Finanzamt will ich das getrennt haben. Er: Ah, ok, aber für nur 29,99€ bekomme ich dann auch den Router dazu! Ich: Häh? Der ist dabei. Er: Ja, aber ohne WLAN. Ich: BITTE?!

Kurzum: Die sind ECHT ne Drückerkolonne. Folgt man dem Rat des Provisionsjägers, zahlt man alleine für die WLAN-Funktion des Routers 5,49€ pro Monat Miete, obwohl es die für (ohnehin freche) 2,99€ im Monat gibt. Das sind insgesamt erstaunliche 132€ im Vertragszeitraum, bzw. +72€ zusätzlich, wenn man den „Tipp“ des Verkäufers ernstnimmt. +72€, einfach so, für nüschte, ohne den Hauch eines Arguments, komplett sinnfrei. Und das, obwohl man sich für zwei Jahre bindet. Ich kann es immer noch nicht glauben.

Ausweg: Ich hänge den alten 1&1-WLAN-Router an den neuen. Früher war nämlich auch bei denen WLAN selbstverständlich. Problem: Alt = ADSL, neu = VDSL. Ob das funktioniert, poste ich hier Mitte Februar, wenn der neue Router geliefert wurde. Wagemutigere spielen eine originale Standard-Fritz-OS auf, dann wird die per Software deaktivierte WLAN-Funktion wieder eingeschaltet (1&1 bekommt von AVM offensichtlich eine eigene Firmware). Hier die Downloadseite für die 7412-Box. Und wenn man diesem Forum glauben darf, bleibt das WLAN auch aktiviert, wenn neuere Fritz!OS-Versionen von der Kiste automatisch installiert wurden.

Alternative: Ohne Mindestlaufzeit (ja, das gibt’s da tatsächlich auch) kostet das LAN-Modem 150€ + einmalig 50€ für die WLAN-Funktion (wer diese überaus praktische Funkschnittstelle über 24 Monate „mietet“ zahlt übrigens 22€ mehr) hätte man dann also einen WLAN-Router. Ich habe das hier mal kurz in eine Tabelle gepackt:

alterschwedeWenn da nicht noch irgendwo im Kleingedruckten etwas auftaucht, würde ich sagen, dass sich ein Vertrag ohne Mindestlaufzeit durchaus rechnet. Zumindest, wenn man bereit ist, sich 3 Monate vor dem 2. Vertragsjahr ein rotes Kreuzchen in den Kalender zu machen, somit RECHTZEITIG zu kündigen und zu einem neuen, günstigen Vertrag zu wechseln. Gelb markiert: Wenn man das WLAN kauft, statt mietet, wird es billiger (für den Vergleich auf 24 Monate gerechnet – eigentlich kostets noch weniger, da es einem ja gehört und mit jedem Jahr…)

Kernfrage bleibt, ob man einen Router kaufen muss, wenn man einen Vertag ändert/abschließt. Wenn nicht, wäre es ohne Mindestlaufzeit sogar deutlich billiger. Im Kleingedrucken steht der Routerkram unter „Tarifoptionen“ – das klingt doch vielversprechend. Dann würde es Sinn machen (falls man noch kein VDSL-WLAN-Ding hat) z.B. eine FRITZ!Box 7430 für ca. 100€ zu kaufen und alle 9 Monate Tarif-Hopping zu betreiben.

Update: Läuft! Also: Man kann die alte ADSL-Box an das VDSL-Teil hängen und hat WLAN. Aber der Kabelsalat ist nicht ohne und wozu mehr Strom verbrauchen als unbedingt nötig? Dank www.dsl-forum.de und Meister Kickelhahn habe ich auch das Flashen der Box gewuppt, danke! Ist wirklich ein Kinderspiel, wenn man Firewall und Virenscanner deaktiviert. Dann (und nur dann) geht alles weitere von alleine, es folgt ein Neustart von Box & Browser… Bäm! Was mir noch auffiel: Die 1&1-Box läuft seit vielen Monaten (siehe Internet) unter 6.32, aktuell ist aber 6.80. Da gibts also wirklich nicht viel zu überlegen. Bei einem Downgrade von 6.32 auf 6.30 hätte ich mehr Skrupel gehabt.

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